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Informationsbrief der EnD-I AG, Halle (Saale) Ausgabe 02/2012 Visitor
Sehr geehrte Damen und Herren,
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einmal jährlich zum 31. Mai legt die Bundesnetzagentur der Bundesregierung einen Bericht über die Einspeisung von Biogas [Link zum Bericht] vor. Der diesjährige Bericht bestätigt die Befürchtungen, die wir schon länger äußerten. [Zum Presseartikel: „Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück!“]
So stieg im vergangenen Jahr die Einspeisung von Biogas in das deutsche Gasversorgungsnetz von 179,3 Mio. Normkubikmeter (Nm³) im Jahr 2010 auf 275,0 Mio. Nm³. Das entspricht einer auf den ersten Blick beachtlichen Steigerung von knapp 54 Prozent. Und für dieses Jahr prognostiziert der Bericht eine Einspeisemenge von knapp 473 Mio. Nm³, was einer Steigerung von sogar 72 Prozent entspricht. Doch diese Zahlen verblassen, wenn man sich die von der Bundesregierung in § 31 der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) gesteckten Ziele vor Augen hält. Dazu heißt es im Bericht: „Im Hinblick auf das normierte Ziel von sechs Mrd. Nm³ jährlich eingespeistes Biogas bis zum Jahre 2020 liegt (für das Jahr 2011) ein Zielerreichungsgrad von 4,58 Prozent vor, im Hinblick auf das Ziel von zehn Mrd. m³ jährlich eingespeistes Biogas bis zum Jahre 2030 ein Zielerreichungsgrad von 2,75 Prozent.“ Für die geschätzten Einspeisemengen 2012 liegt der Zielerreichungsgrad bei 7,9 bzw. 4,3 Prozent. Was das bedeutet, formulieren die Autoren der Studie selbst: „Bei der durchgeführten Erhebung hat sich gezeigt, dass die gesetzlich festgeschriebenen Ziele momentan nur schwer erreichbar erscheinen.“
Dem können wir nur zustimmen (auch wenn nach unseren Schätzungen die eingespeisten Mengen in diesem Jahr höher liegen könnten als von der Netzagentur angegeben). Fakt bleibt: Die Lage ist schwierig. So sanken laut Bericht die Anfragen auf Netzzugangsbegehren von 136 im Jahr 2010 auf nur noch 67 im Jahr 2011. Im Bericht heißt es dazu: „Die Gründe hierfür sind nicht eindeutig identifizierbar.“ Da können wir helfen: Es sind die vielen bürokratischen Hürden und die gesetzgeberische Sprunghaftigkeit, die Investoren davon abhalten, in Biogasanlagen zu investieren. In der letzten Zeit fühlt sich nicht nur der Bundesgesetzgeber berufen, den Biogasanlagenbetreibern Erschwernisse aufzuerlegen: nein, jetzt wetteifern EU und Landesregierungen darin, unsere Investitionsbereitschaft zu senken. Insbesondere die gewerblichen Biogasanlagenbetreiber stehen im Focus der Regelungswut, da man glaubt, dass nur eine bäuerlich betriebene Anlage eine gute Anlage ist.
Man verkennt dabei, dass die gesteckten Ziele im Biogasbereich nur in einem Miteinander von bäuerlichen und gewerblichen Biogasanlagen erreicht werden können. Kein Wunder, dass so die Energiewende ins Stocken gerät. Denn wie betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur: „Beim politisch gewollten weiteren Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen kann Biogas einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Angebotsstruktur der Nachfrage anzupassen“. Hoffentlich wird dieser Weckruf an den richtigen politischen Stellen gehört und auch zu Herzen genommen!
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| Karl-Heinz Pasch (Vorstandsvorsitzender, l.) und Hans-Joachim Nebel (r.), Vorstand der EnD-I AG |
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Mit herzlichen Grüßen Ihre EnD-I AG Karl-Heinz Pasch & Hans-Joachim Nebel Vorstand der EnD-I AG
Eine Terrasse für die Biogasanlage
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Hoher Besuch auf der Baustelle der Biogasanlage Hellerwald: Beate Reich, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, informierte sich vor Ort über das neue Biogasprojekt, um sich einen Eindruck über die Möglichkeit dieser grünen Energie zu verschaffen. Gerne zeigte ihr Karl-Heinz Pasch, Vorstandsvorsitzender der EnD-I AG, die Anlage der Bioenergieerzeugung Koblenz GmbH (BEE), an der die EnD-I AG zu 25,1 Prozent beteiligt ist.
Dabei konnte Beate Reich aus erster Hand erfahren, dass eine Biogasanlage nicht nur flexibel sein kann, wenn es etwa um den Substratmix oder den Einsatz des Biogases geht. Auch der Landschaft selbst kann sich die Anlage flexibel anpassen. „Trotzdem bleibt sie eine bauliche Herausforderung“ beschreibt Reinhard Störmer, Projektleiter der EnD-I AG und Geschäftsführer der BEE, den Anlagenbau in Hellerwald.
Denn die 2,5 MW el Anlage ist nicht wie üblich in Form eines Kleeblatts angeordnet, sondern eine Terrasse gliedert den Bau der BGA Hellerwald auf zwei Ebenen. Störmer erklärt die Situation: „Auf Grund der landschaftlichen Beschaffenheit konnte die Anlage nicht ebenerdig gebaut werden. So musste eine Terrasse errichtet werden, auf der Fermenter und Substratlager stabil stehen.“
Diese Arbeit ist nun vollbracht. Die weiteren Arbeiten, wie die Abstimmung der einzelnen Gebäude untereinander, sind voll im Gange. Bereits für den September ist die Kaltinbetriebnahme geplant. Hierzu wird Wasser in das Anlagensystem geleitet, um zu testen, ob die Rohre und Ventile dicht sind. Erst nach positivem Abschluss aller Funktionstests kann die Warminbetriebnahme starten. „Noch in diesem Jahr produzieren wir das erste Gas!“, erläutert Reinhard Störmer.
Die BEE investiert rund 17 Mio. Euro in den Bau der Biomethananlage. Die Anlage im Gewerbepark Hellerwald wird jährlich rund zehn Mio. Kubikmeter Biogas erzeugen. Das Rohbiogas wird anschließend auf Erdgasqualität veredelt und ins Erdgasnetz der Energieversorgung Mittelrhein, die 74,9 Prozent Anteile an der Anlage besitzt, eingespeist.
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Karl-Heinz Pasch, Vorstandsvorsitzender der EnD-I AG, zeigte Beate Reich, Staatssekretärin des Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, die Anlage.
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Der Neue!
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Thomas Liebing ist seit März „der Neue“ im Team der EnD-I AG. Er wurde für die Großbiogasanlage in Dorsten im Bereich technische Betriebsführung eingestellt. Der gelernte Landwirt ist schon seit mehreren Jahren in der Biogasbranche zu Hause. „Die erneuerbaren Energien finde ich sehr interessant! Gerade bei der EnD-I zu arbeiten macht mich besonders stolz, da sie für mich das Vorreiter-Unternehmen in dieser Branche ist.“
Für die Betriebsführung der 5 MW el Anlage muss sich Liebing als Multi-Tasking Talent beweisen, da Wartung und Instandhaltung von verschiedenen Komponenten der Anlage für einen anspruchsvollen Arbeitsalltag stehen. Jedoch sieht er gerade hier seine Stärken. Sein Fachwissen als Landwirt hilft ihm dabei, dass die Schnittstellen zwischen Logistik und Biologie reibungslos gestaltet werden. Er wird sich ebenso um den Bereich der Warenkontrolle kümmern als auch das nötige Verständnis für die Bakterien in den Fermentern aufbringen. „Ohne die geht gar nichts!“, erklärt der 26-jährige mit einem Lachen auf den Lippen.
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| Thomas Liebing, Betriebsführung Biogas EnD-I AG |
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Die Löwen sind los!
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Auf Einladung ihres Lionsfreunds Karl-Heinz Pasch, Vorstandsvorsitzender der EnD-I AG, besuchte Ende März eine Delegation des Lions-Clubs Köln Agrippina die Biogasanlage Saelhuysen. Knapp 20 Mitglieder kamen aus Köln an den Niederrhein, um sich von Martin Handke, Betriebsführung Biogas der EnD-I AG, und Hermann-Josef Pasch, Geschäftsführer der Naturgas Niederrhein GmbH, dem Partner der EnD-I in Saelhuysen, die 1,2 MW el Anlage erklären zu lassen. An einem sonnigen Abend wurde den wissenshungrigen Clubmitgliedern so gezeigt, wie pro Jahr 35.000 Tonnen Substratmix im optimierten EnD-I-Biogasverfahren rund 5.000 Haushalte mit Strom und einen benachbarten Gärtnereibetrieb mit Wärme versorgen können.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Clubmitglieder von den vielen technischen Finessen wie etwa der Gärrestetrocknung, die es ermöglicht, die verarbeiteten Substrate auch über eine weite Entfernung sauber und geruchsfrei zu transportieren. Neben der vielen Theorie nutzten einige Lionsfreunde die Möglichkeit, auf die Fermenter in 19,5 Metern zu klettern. Ein gemütliches Abendessen im benachbarten Dorf Schaephuysen rundete den Besuch ab.
Wenn Sie auch gern eine unserer Anlagen besuchen wollen, melden Sie sich einfach bei uns. [ info@end-i.ag]
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| Gruppenbild des Lions-Clubs Köln-Agrippina vor der Biogasanlage Saelhuysen |
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